Entstehungsgeschichte der Gartenstadt Staaken eG

Weit über 600 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung vom Dorf Staaken im Jahre 1273 wurde unsere Genossenschaft gegründet.

Chronik der Wohnungsbaugenossenschaft
Gartenstadt Staaken eG

27.06.1913 

Gründung der "Gartenstadt Staaken-Spandau"Die Gründer der Gartenstadt Staaken

auf Initiative und unter dem Protektorat des Ministeriums des Innern. Ursprünglich war geplant, eine Siedlung für die Beschäftigten der "Königlichen Werkstätten" in Spandau zu schaffen, um der bestehenden Wohnungsnot in Spandau abzuhelfen. Es wurde außerhalb der Stadt in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Staaken ein Gelände zwischen der "Lehrter Bahn" und der "Hamburger Bahn" von rund 350.000 qm Ackerland für 700.000 M. von der Eisengießerei Schwartzkopff, die hier ursprünglich den Bau einer Fabrik plante, erworben. Vordem wurde das Land bis 1899 von den Bauern Friedrich Bartel und Raue genutzt..
Satzung

Laut Protokoll verhandelten die Herren Hermann Kückel, Hermann Nitschke, Paul Michehl, Adolf Unger, Paul Genschow, Adolf Spiller, Reinhold Fisch und Hermann Kassoke über die Gründung der Gartenstadt Staaken-Spandau e. G. m. b. H. Das Gelände wurde der neu gegründeten Genossenschaft in Erbbaupacht übergeben.

An diesem Tag wurde der erste Vorstand und Aufsichtsrat gewählt. Der erste Vorstand bestand aus den Herren Kückel, Michehl und Nitschke. Am gleichen Tag konstituierte sich der Aufsichtsrat. Als Aufsichtsratsvorsitzender wurde Herr Unger gewählt. Gleichzeitig wurde die Satzung festgelegt, in der enthalten war, dass 95 Prozent der Mitglieder Angehörige der Königlichen Werkstätten sein mussten.

 

1913

Auflassung des Geländes für eine Gartenstadt in Staaken im Oktober 1913.

 

1914

Am 4.4.1914 fand die erste Mitgliederversammlung der Gartenstadt Staaken mit Vortrag über die geplanten Bauten vom Architekten, Herrn Paul Schmitthenner, statt.

Am 1.5.1914 erteilte der Kreisausschuss in Nauen dem Fiskus die Ansiedlungsgenehmigung für die Gartenstadt Staaken. Im gleichen Monat war Baubeginn für die Gartenstadt Staaken. Weil die ersten Kredite vom Reich kamen, musste ein Beamter, Herr Regierungsrat Scheidt, des Ministeriums des Innern als Vorsitzender des Aufsichtsrates bestellt werden.

19.6.1914 fand das Richtfest der bauausführenden Firma Boswau & Knauer in der Gartenstadt Staaken im Beisein von Ministerialdirektor Dr. Lewald, Regierungsrat Scheidt, Regierungs- und Baurat Herrmann und Architekt Diplomingenieur Schmitthenner auf dem künftigen Kirchplatz statt.

Am 01.12.1914: Bezug der ersten von 162 fertigen Wohnungen. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Rechnung für die folgenden Jubiläumsfeiern.

 

1915

gartenstadt-schulfigur 01Am 7.4.1915 war der erste Schulbau (Südbau) der Gemeinde Staaken übergeben worden. Beginn des Schulunterrichts am 8.4.15. Am 9.4.15 Einweihung als 2. Gemeindeschule durch Regierungsrat Scheidt. Der Eingang des Gebäudes erhielt eine farbige Terrakottafigur von Prof. Th. v. Gosen.

Im Oktober 1915 wurden in der Gartenstadtschule bereits 4 Klassen unterrichtet.

1916

132 Mehrfamilien und 248 Einfamilienhäuser (704 Wohnungen) wurden fertig gestellt. Ein Kleintierzuchtverein wurde gegründet. Beginn des zweiten Schulbaus (Nordbau).

 

1917 gartenstadt-schulfigur 02

Am 10.10.1917 Einweihung des zweiten Schulbaues als 3. Gemeindeschule Mit 804 Wohnungen in 298 Einfamilien- und 146 Mehrfamilienhäusern wurde der Aufbau der Gartenstadt abgeschlossen. Die Architekten Brechbühl und Schüler übernahmen die Leitung der Bauarbeiten, nachdem Paul Schmitthenner zum Militärdienst eingezogen wurde. Der Gartenarchitekt Ludwig Lesser plante für die Gartenstadt Staaken die Außenanlagen.

kaufhaus eschenwinkel

Das Kaufhaus am Eschenwinkel wurde errichtet.

 

1918

Durch den kriegsbedingten Materialmangel ruhte jede Bautätigkeit. Das für den Weiterbau der Gartenstadt vorgesehene Gelände westlich des heutigen Finkenkruger Weges bis zur Eigenheimsiedlung, für das der Bebauungsplan bereits fertig war, wurde einstweilen den Genossen in Pacht gegeben. Gründung des TSV-Staaken.

 

1920

Am 1.10.1920 Eingemeindung der Landgemeinde Staaken und damit auch der Gartenstadt Staaken in den Berliner Verwaltungsbezirk Spandau durch Gesetz des Preußischen Landtages vom 27.4.1920 im Rahmen der Gründung einer Stadtgemeinde Groß-Berlin. Die beiden Schulen in der Gartenstadt werden zur 17. Gemeindeschule zusammengefasst.

 

1922

Am 2.6.1922 Grundsteinlegung und am 11.06.1922 Baubeginn der evangelischen Kirche am Kirchplatz, später kam das Pfarrhaus hinzu. Am 19.11.1922 weihte Generalsuperintendent Dr. Axenfeld die Kirche, die nach den Entwürfen des Leiters des Kirchlichen Bauamtes im Evangelischen Konsistorium der Mark Brandenburg, Dr.-Ing. Curt Steinberg entstand. Als Baumaterial dienten 34.000 Mauersteine des Schuppens der ehemaligen Spandauer Pulverfabrik. Gastwirt Dames baute Delbrück (Torweg)- Ecke Bahnhofsstraße (Finkenkruger Weg) einen Torbogen als Lokal aus. Die Geldentwertung brachte die Genossenschaft fast an den Ruin. Erst Anfang 1924 stabilisierte sich endlich die Währung.

 

Jahre 1924 - 1933


  

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